Tierärztin Monica: 60 Jahre mit MAGNUSSONS

Nur einen Steinwurf von MAGNUSSONs entfernt wohnt Monica Stavenborn. Biegt man von der Hauptstraße ab und folgt der kleinen Schotterstraße zu ihrem idyllisch gelegenen Grundstück, taucht man in ein Schweden ein, wie es typischer nicht sein könnte. Das rot-weiß gestrichene Haus, die kleine Veranda, der Geländewagen. Im Hintergrund lichter Wald. Man kann die Natur wahrhaftig spüren. 

Monica Stavenborn,
Foto Åsa L.

Monica ist Tierärztin mit Herz und Verstand. In ihrem Leben hält sie es gern einfach. Ihr Bauchgefühl und ihre Intuition weisen ihr dabei den Weg. 

Schon als 14-jähriges Mädchen half Monica gern bei Familie Magnusson aus. Es gab viel zu tun, angefangen bei der Hundepflege bis hin zur Zubereitung des Futters, das Oma Magnusson (“Ulla”) für die Zucht ihrer Deutschen Doggen 1962 schon selbst herstellte.

Charlotta: Monica, seit 60 Jahren kennst du Familie Magnusson. Wie kam es zu dieser langen freundschaftlichen Geschäftsbeziehung?

Monica: Schon als kleines Mädchen war ich fasziniert von Tieren, besonders von Hunden. Familie Magnusson hatte Deutsche Doggen, und Ulla war für mich eine ganz besondere Person: Sie erklärte mir alles, sie ließ mich mitmachen. Ich half ihr beim Futterkochen, ich gab den Hunden zu fressen, kümmerte mich um ihre Pflege. Ulla war so gerade heraus – das Gegenteil von kompliziert. Deswegen haben wir uns auch auf Anhieb so gut verstanden.

Da warst du 14 Jahre alt. Wie habt ihr euch kennengelernt? 

Airways Cynthia geb.1965

Es war reiner Zufall – oder Schicksal, wenn man so möchte, denn aus heutiger Sicht war es die Basis für eine lebenslange Zusammenarbeit. 
Aber der Reihe nach: Meine Liebe zu großen Hunden begann schon viel früher. Da wir selbst Hunde züchteten, war ich vertraut mit Welpen und Würfen – ich wusste, wie man mit den Tieren umging. Als wir dann eine Anzeige in der Zeitung sahen, dass Ulla eine Deutsche Dogge zu verkaufen hätte, war es um mich geschehen! 
Leider bekam ich am Ende dann doch den Hund eines anderen Züchters – und ich musste dafür auch noch bis 1961 warten, doch es hat sich gelohnt … 

Inwiefern? 

Der besagte Züchter empfahl mich bei Ulla, als er umständehalber einen Auftrag bei ihr absagen musste. Und so kam die Sache ins Rollen: Fortan war ich Teil des Teams. 

Du hast also bei MAGNUSSONs gearbeitet. Wann ging dein Studium los? 

1969 begann ich Tiermedizin zu studieren. Meinen Abschluss machte ich 1974. Ich arbeitete 44 Jahre als Dozentin an der Hochschule Roslagstull für Tiermedizin in Stockholm – und nebenbei als Tierärztin. In diesem Rahmen war ich auch für Magnussons tätig: Ich beriet bei der Entwicklung von neuem Futter, hielt Vorträge und Kurse zu gesunder Hunde-Ernährung, besuchte Händler und zeigte am Beispiel von Familie Magnusson, wie einfach und gesund hochwertiges Hundefutter sein konnte. Besonders bei meiner Betreuung anderer Züchter, eine meiner Herzensangelegenheiten, war mir dieses Thema immer sehr wichtig. 

Worauf kommt es bei gutem Futter an? 

Gute Hundefutter gibt es natürlich viele, denn gut ist immer, was dem Hund bekommt und schmeckt – vorausgesetzt wir sprechen von einem Futter mit vergleichbaren gesunden Zutaten. Einen Wechsel nur um des Wechselns willen halte ich nicht für sinnvoll, außer natürlich, es handelt sich um eine Preisfrage. 

Grundsätzlich kommt es aber schon auf die Zusammensetzung an. Gerade am Anfang dürfen Hunde nicht zu schnell wachsen. Das ist nicht gut für ihre Knochen. 

Ich muss sagen, allein schon wegen der örtlichen Nähe habe ich meinen Hunden selbst immer MAGNUSSONs gegeben. Ich bin von dieser Art der Ernährung aus medizinischer wie menschlicher Sicht überzeugt. Es ist ein Futter mit Geschichte, eines, das jedem Hund gerecht wird, das jahrzehntelang verfeinert wurde und mittlerweile grundlegend erprobt ist. Das erfordert Ausdauer. Und ich weiß das zu würdigen. 

Wie kann man die Qualität eines guten Futters feststellen? 

Man schaut auf den Kot, das Gewicht des Hundes, das Fell. Und natürlich auf seinen Appetit! Man benutzt Augen, Hände und vor allen Dingen: Gefühl. Wir sollten uns nicht von Verpackungen, von Werbung oder vom Preis in die Irre führen lassen. Der Markt ist riesengroß. Und es gibt so viele Angebote … es wird schon langsam unübersichtlich. 

Doch jeder Hund ist anders. Es spielen schließlich auch noch die Lebensumstände und die Erfahrung mit rein. Hundebesitzer müssen das selbst ausprobieren. Man muss mit seinem Hund gemeinsam groß werden.

Wie fütterst du ältere Hunde? 

Genau wie alle anderen, aber mit etwas weniger Energie. 

Wie siehst du GRAIN FREE?
 
Trends kommen und gehen. Ich habe in meinem Leben viele Trends gesehen. Manche haben sich gehalten, andere sind wieder verschwunden. Aber das Bedürfnis nach gutem Essen bleibt stets unverändert. 

Monica Stavenborn ist Jahrgang 1948. Sie ist immer noch aktiv, führt eine private Tierklinik, ist Züchterin von Deutschen Doggen und Mopse sowie Hundeausstellerin. Sie ist Ansprechpartnerin für nahegelegene Tierarztpraxen und eine gefragte Beraterin für Tierversicherungen. Für dieses Interview haben wir sie in ihrem schönen Zuhause besucht. 

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