Advent, Advent, ein Lichtlein brennt

Leise rieselt der Schnee, still und starr ruht der See. 
Weihnachtlich glänzet der Wald. Freue dich, s’Christkind kommt bald! 

(Eduard Ebel: 1839–1905)

Liebe Freunde, 

stellt euch vor, ihr steht auf einem großen Platz. Er ist wunderschön festlich geschmückt, von warmem Licht durchflutet, mit kleinen Ständen und Hütten, alles weiß gezuckert. 
Es ist kalt. So kalt, dass ihr nicht viele Leute draußen antrefft, und doch: Sind sie da. Fröhlich und gut gelaunt, Glögg trinkend und Pepparkakor (Pfefferkuchen) essend. 
Über ihnen liegt wohltuende Stille: keine Lieder, keine Lautsprecher. Besinnliche Weihnachtszeit, Ruhe und Wohlgefühl: Willkommen in adventlichen Schweden.

Ein Lichtermeer

In der Vorweihnachtszeit, und in Vorbereitung auf das Lichterfest Lucia am 13. Dezember, gibt es besonders viele wohltuende Lichtquellen, die uns das Leben während der Wintermonate ein bisschen angenehmer machen. Neben der häuslichen Kerzen- und Sternendeko auf den Fensterbrettern hat sich beispielsweise die Stadt Stockholm ein ganzes Lichtkonzept einfallen lassen: Auf verschiedenen Wegen durch die Altstadt gibt es wunderschön beleuchtete Skulpturen. Allen voran sind Rentiere und Elche zu bestaunen. Dazu kommt ein Lichtermeer aus Lämpchen, Kerzen und überdimensionalen Sternen, die aus Fenstern und Türen strahlen, wie Wasserfälle von Häusern hängen – oder als Girlanden gespannt sind. Es macht großen Spaß, durch die Straßen zu schlendern, sich inspirieren zu lassen – schließlich gibt es in den Städten auch immer die Aussicht, sich in einem Restaurant oder Café aufzuwärmen (brennende Fackeln weisen den Weg).

Zimtschnecken und warmer Apfelkuchen

Dabei darf neben einem ordentlichen Schluck Glögg (der ja nur zwei Prozent Alkohol hat) natürlich die obligatorische Zimtschnecke oder ein warmer Apfelkuchen mit Vanillesoße nicht fehlen. Vielleicht auch ein Karottenkuchen, ganz sicher aber ein Pepparkakor: die schwedische Alternative zu Plätzchen. Als Hund darf ich das natürlich alles nicht essen – leider!

Adventskalender auf Schwedisch

Und ist man dann gut aufgewärmt, geht es wieder raus, noch eine kleine Runde durch die Kälte. Daheim angekommen ist die Familie bereit für eines der schönsten Rituale der Vorweihnachtszeit – zumindest ist das bei meiner Menschenfamilie immer so: Wir nehmen alle vor dem Fernseher Platz, machen es uns gemütlich und schauen zusammen den „Adventskalender“ an, der zweimal täglich als kleine Episode ausgestrahlt wird: Es wird gesungen und erzählt, und zwar jedes Jahr neu. 

Manchmal schauen wir das sogar in der Früh an, bevor wir dann losmüssen: im Schlafanzug mit Haferflockenbrei – alle zusammen, ganz kuschelig. Hach, ist schon sehr schön diese Weihnachtszeit 🙂 

Also macht’s gut, genießt die Zeit und lasst’s euch schmecken.

Ich fress derweil ein paar Magnusson Hundekekse, als kleinen Snack – ich weiß ja wo die Tüte steht. Aber pssst, nix verraten!

Bis bald,
Euer Hebbe

Und das nächste Mal geht es um unser wunderschönes Lichterfest Lucia

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