Wenn die Tage kürzer werden

Hej hej – Hebbe hier!

Dieses Wochenende ist Zeitumstellung. Und wie jedes Jahr wird uns damit bewusst, dass sich der Herbst langsam verabschiedet – und der Winter vor der Tür steht. Vielleicht schneit es noch nicht gleich, doch die Tage werden merklich kürzer und kühler. 

Nach dem Zurückdrehen der Uhr in der Nacht von Samstag auf Sonntag beginnen die wohligen Abendstunden schon etwas früher, und wir kosten die gemeinsame Zeit bei Kerzenschein und Gemütlichkeit so richtig aus. Aus meiner Hundesicht hat das durchaus etwas für sich, schließlich muss ich mich auch mal vom vielen Jagen erholen … und die Menschen vom vielen Feiern im Sommer!

Jahreszeiten – unsere Natur

Dass die Dämmerung eine gewisse Ruhe und Abendstimmung bei uns hervorruft, ist nichts, was wir uns ausdenken. Das hat die Natur so eingerichtet, und ein (beruflicher, erfundener) Rhythmus, der dem völlig widerspricht, widerspricht so gesehen auch unserer eigenen, ganz persönlichen Natur, unserer inneren Uhr. Das mag esoterisch klingen, und tatsächlich können wir die Geschichte der Industrialisierung auch nicht umkehren (es ist ja auch ganz angenehm, Lichtschalter und Heizungen betätigen zu können) – doch wir können und sollten uns besinnen, uns den Lauf der Jahreszeiten bewusst machen. 

Licht – kostbares Gut

Je weiter nördlich man lebt, desto weniger natürliches Licht gibt ist es in den Wintermonaten (wir haben hier in Schweden tatsächlich Orte, an denen geht zur Wintersonnenwende die Sonne überhaupt nicht auf. In Kiruna zum Beispiel. In Südschweden sind die Lichtverhältnisse dagegen eher wie in Norddeutschland). Das kann einem aufs Gemüt schlagen – und ist nicht selten Auslöser für Depressionen. Daher ist der professionelle Einsatz von Lichttherapie bei uns keine Seltenheit: Sogar ganz öffentlich können sich die Menschen ihre Portion Tageslicht abholen, zum Beispiel an speziell beleuchteten Bushaltestellen. Da lohnt es sich direkt, wenn der Bus ein paar Minuten Verspätung hat. 

Vorhang auf für das ganz private Theaterstück

Die Schweden nutzen in der Zeit aber auch ganz eigene Tricks, um sich bei Laune zu halten. Wusstet ihr zum Beispiel, dass schwedische Fenster nach außen aufgehen? Schließlich will man auf den Fensterbrettern ganz viele Lämpchen und Kerzen platzieren. Und wusstet ihr, dass dieses Licht gewissermaßen auch ein Teil der Straßenbeleuchtung ist? Tjaha … Das scheint nach drinnen und draußen 🙂 Das sieht wunderschön aus – und kostet nicht mal viel, denn Strom ist in Schweden bei weitem nicht so teuer wie zum Beispiel in Deutschland.

Kleine Highlights beim Gassigehen

Wahrscheinlich wundert ihr euch jetzt, wie das denn geht? Es muss ja ständig brennen, weil irgendwelche Gardinen Feuer fangen? … Nein! Denn Gardinen sind in Schweden entweder keine vorhanden, oder sie bleiben offen. Besonders schön ist das bei Fenstern und Türen, deren Glas bis zum Boden reicht. Denn da sieht man im Vorbeigehen alles mögliche, was sich drinnen abspielt. Und das finden wir hier in Schweden auch total normal. Alle sehen alles – keiner sperrt sich ein. 

Man tanzt natürlich nicht nackt vor dem Spiegel – und man bleibt aber auf der anderen Seite auch nicht extra lang stehen und starrt hinein. Es ist so ein Mittelding, ein ungeschriebenes Gesetz … Wobei: Manchmal hab ich von draußen schon vierbeinige Freunde unter dem Esstisch munter mitessen sehen – oder Kinder, die kleine Streiche spielen. Ich kann mir schon erlauben, auch mal stehen zu bleiben, schließlich bin ich ein Hund! 

Oh, ich höre meinen Namen.
Was? Magnusson fressen und dann Gassi gehen (und in die Häuser gucken)? Nichts lieber als das. Also machts gut, liebe Freunde! 

Bis bald,
Euer Hebbe

… und nächstes Mal: Lasst Euch überraschen!

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