Walpurgisnacht in Uppsala 🎉 ein besonderes Spektakel

Hej hej – Hebbe hier!

Kaum ist Ostern rum, geht die Feierei schon weiter. Zumindest liegen in diesem Jahr Ostern und der 1. Mai sehr nah beisammen. Was ich so von meinen Freunden aus Deutschland höre, ist der Abend vor dem 1. Mai bei euch geprägt vom großen Aufräumen und dem Wegsperren wertvoller Gegenstände rund ums Haus. Manche Städter parken sogar ihr Auto um. Denn der 1. Mai kann auch gefährlich werden. Was hier lustige Späße sind, sind dort echte Krawalle.

Valborg, ein etwas anderer 1. Mai

In Schweden ist das ganz anders. Wir feiern am 1. Mai Valborg, und dabei ist vor allem der 30. April interessant, den wir Kvalborg nennen. Besonders in den Studentenstädten geht es heiß her, wie ich von befreundeten Freunden von Freunden immer wieder höre (ich selber würde da niemals hingehen, viel zu viele Leute für einen Hund!). Beispielsweise in Uppsala (kennt ihr diesen lustigen Ortsnamen?) ist den ganzen Tag etwas geboten. Los geht’s schon zum Frühstück mit Sekt, danach wird mit lustigen Gefährten den Fluss hinuntergeschippert, im Anschluss spricht der Rektor der Universität, bevor dann ENDLICH der Frühling eingeläutet ist.

Weiter geht’s mit Champagnegalopp, einem wilden Durcheinander mit viel Sekt und noch mehr Leuten. Und wer noch nicht genug hat, singt und trinkt dann noch viel mehr, denn ab dem Nachmittag feiern zig tausend Leute aus aller Welt gemeinsam bis in die Nacht hinein. Es geht wirklich ganz schön ab. Am besten, ihr macht euch mal selber ein Bild davon.

Lustige Stimmung unter Studenten in Uppsala

Netter als das Trinken finde ich die Streiche, die sich die Studenten zu Valborg überlegen. Oder kommen sie drauf, weil sie so viel trinken? Hm. Na jedenfalls haben sie schon mal alle Parkbänke in der Stadt weggeräumt. Oder an die Seile der Fahnenmasten Ballons angebunden, die sie mit Helium gefüllt hatten … so konnten sie am nächsten Tag, dem 1. Mai, nicht gehisst werden.

Maifeuer bei Hebbe im Dorf

In unserem kleinen Dorf ist das ein bisschen anders. Da geht es gemütlich zu, und trotzdem feiern wir den Frühling. Die Dorfbewohner machen ein eigenes Maifeuer – dazu kommen viele Leute, groß und klein, Zwei- und auch Vierbeiner. Ich lasse mich natürlich von allen gern streicheln, vor allem von den Kindern, denn die halten ihre Würstchen immer so gut in Schnapp-Höhe. Natürlich ess ich auch gern Würstchen, die den Leuten heruntergefallen sind. Ist doch nett – müssen die anderen nachher weniger aufräumen! 😉

Apropos Würstchen. Ich muss dringend was essen, mein letztes Magnusson-Festmahl ist schon mindestens fünf Stunden her…

Tschüüühüs, bis bald!

Euer Hebbe.

… und beim nächsten Mal geht es um die schwedische Sprache.

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